Die Herstellung

Wer kennt ihn nicht: den saftigeContent_herstellung_1.pngn Genuss, wenn man in einen Apfel beißt oder eine Traube probiert. Eben diese Saftigkeit des Obstes macht die Herstellung von Fruchtsäften so einfach und doch raffiniert: Geerntet zum optimalen Zeitpunkt werden Äpfel, Orangen, Birnen, Trauben und Co. beim Fruchtsafthersteller angeliefert, gewaschen und verlesen. Hauptproduktionsschritt ist das Pressen. Da jede Obstart ihre eigenen Besonderheiten hat, werden hierfür unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Nach dem Pressen wird der Saft gefiltert, abgefüllt und durch Pasteurisation haltbar gemacht. FERTIG!

Natürlich 100 Prozent Qualität

Dass wir Fruchtsaft noch Monate nach der Ernte genießen können verdanken wir Louis Pasteur. Dieser fand in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts heraus, dass sich die natürliche Mikroorganismen in der Nahrung durch Kurzzeiterhitzung außer Gefecht setzen lassen! Dank modernster Technologie reicht heute schon eine Pasteurisation von deutlich unter 1 Minute bei 85 °C. Auf diese Weise werden die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich geschont, während Mikroorganismen und Enzyme erfolgreich abgetötet bzw. inaktiviert werden.

Ein weiterer Baustein für bestmögliche Qualität ist die keimfreie, also aseptische Abfüllung. Hier unterscheiden sich die Verfahren in Abhängigkeit des verwendeten Verpackungsmaterials. Bei hitzebeständigen Glasflaschen wird der noch heiße Saft direkt eingefüllt und zügig abgekühlt.

Für PET-Flaschen und Kartonverpackungen setzt man hingegen das Verfahren der Kaltaseptik ein. Hier wird der Saft nach der Pasteurisation erst abgekühlt und anschließend unter keimfreien Bedingungen abgefüllt.

 

Natürlich 100 Prozent Frucht

Content_Herstellung_2.jpgFruchtsaft, das ist 100 Prozent Frucht. Beim Einkauf können Sie sich zwischen Produkten mit der Bezeichnung „Direktsaft“ oder „Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat“ entscheiden.

Für einen „Direktsaft“ wird der Saft nach dem Pasteurisieren, wie der Name schon sagt, direkt abgefüllt bzw. in Tanks für eine spätere Abfüllung gelagert.

Anders bei einem „Saft aus Fruchtsaftkonzentrat“. Hier werden dem frisch gepressten Saft unter Vakuum und niedriger Temperatur flüchtige Aromen und Wasser entzogen. Das so entstandene Konzentrat benötigt anschließend nur noch 1/6 des ursprünglichen Lagerraums. Wird es mit speziell aufbereitetem Trinkwasser rückverdünnt (der Fachmann spricht von „rekonstituieren“) und die Aromen wieder zugeführt, entsteht wieder ein 100-prozentiger Fruchtsaft mit seiner hohen Genussqualität. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen auf der Hand: Lagerung und Transport sind energie- und kostensparend. Ein weiterer Vorteil: schwächere Erntejahre können so leichter ausgeglichen werden.